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Haartransplantation

Allgemeines

Haarausfall ist vor allem ein Problem beim Mann. Durch das männliche Geschlechtshormon kommt es zur Schädigung empfindlicher Haarwurzeln und nachfolgend zu Haarausfall. Dabei spielt die genetische Veranlagung eine große Rolle. Heutzutage ist man versucht, durch medikamentöse Therapie Haarausfall zu stoppen und auch rückgängig zu machen (Minoxidil, Propecia). Bei fortgeschrittenen Befunden oder unzureichender Wirkung hilft den Betroffenen aber oft nur eine Haartransplantation. Bei der Haartransplantation macht man sich zu Nutze, dass die Haare am Hinterkopf resistent gegen die hormonbedingte Schädigung der Haarwurzeln sind und auch in hohem Alter nicht ausfallen. Man kann diese bleibenden Haare vom dicht behaarten Hinterkopf entnehmen ohne dass sichtbare Folgen entstehen und diese in die weiter vorne liegenden betroffenen Bezirke umverteilen. Durch die heutigen Techniken mit Einzelhaartransplantaten bleiben keine sichtbaren Narben und es entsteht ein natürliches unoperiertes Haarbild, gerade auch im Haaransatz.

 

Operationstechnik

Für die Haartransplantation ist keine Vollnarkose notwendig. Anfangs wird die Kopfhaut mit Lokalanästhesie betäubt. Am Haarkranz im Hinterkopfbereich wird ein Haarstreifen entnommen. Diese Stelle wird dann wieder mit feinen Nähten so verschlossen, dass keine sichtbare Narbe bleibt, zudem wird diese Stelle immer durch das Haar am Hinterkopf bedeckt sein. Der entnommene Haarstreifen wird von einem geschulten Team in Einzel- und Mikrohaartransplantate aufgearbeitet. Diese werden dann in die vorher geschlitzten oder gebohrten kleinsten Löcher der Kopfhaut eingesetzt. Dies dauert je nach Umfang 2-3 Stunden. Aufgrund des technischen Aufwandes können so in einer Operation um die 1500 Haare verpflanzt werden.

 

Nachbehandlung

Nach einer Ruhepause kann der Patient problemlos ins Hotel oder eine Nacht in der Klinik verbringen. Am nächsten Tag erfolgt eine Kontrolle, bevor die Heimreise möglich ist. Wir empfehlen für die ersten Tage eine Mütze oder Kappe als Schutz zu tragen, ein Verband ist nicht erforderlich. Kleine Krusten an den Haatransplantaten lösen sich nach einigen Tagen von selbst. Haarewaschen ist nach 3 Tagen mit einem milden Shampoo wieder erlaubt. Das Ergebnis der OP ist erst nach einigen Monaten sichtbar, wenn die Haarwurzeln angegangen und das neue Haar sichtbar wächst.




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Dr. med. Friedrich Pullmann, Telefon +49 (0)221 39 78 267